Interpretieren der wichtigsten Ergebnisse für Trennschärfe und Stichprobenumfang für Ereignisrate in Poisson-Modellen, 2 Stichproben

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um Trennschärfe und Stichprobenumfang für Ereignisrate in Poisson-Modellen, 2 Stichproben zu interpretieren. Zu den wichtigsten Ausgaben zählen die Vergleichsrate, der Stichprobenumfang, die Trennschärfe und die Trennschärfekurve.

Schritt 1: Berechnete Werte untersuchen

Anhand der eingegebenen Werte für die zwei Variablen der Trennschärfefunktion berechnet Minitab die Vergleichsrate, den Stichprobenumfang oder die Trennschärfe des Tests.

Vergleichsrate

Minitab berechnet die Vergleichsrate. Die Differenz zwischen der Vergleichsrate und der Hypothesenrate ist die minimale Differenz, bei der die angegebene Trennschärfe für die einzelnen Stichprobenumfänge erreicht werden kann. Bei größeren Stichprobenumfängen können mit dem Test kleinere Differenzen erkannt werden. Sie möchten die kleinste Differenz erkennen, die praktische Konsequenzen für Ihre Anwendung hat.

Stichprobenumfang

Minitab berechnet, wie groß der Stichprobenumfang sein muss, damit in einem Test mit einer bestimmten Trennschärfe die Differenz zwischen der Hypothesenrate und der Vergleichsrate erkannt werden kann. Da der Stichprobenumfang als ganze Zahl angegeben wird, kann die tatsächliche Trennschärfe des Tests etwas höher als der von Ihnen angegebene Trennschärfewert ausfallen.

Wenn Sie den Stichprobenumfang vergrößern, nimmt auch die Trennschärfe des Tests zu. Es empfiehlt sich, dass eine ausreichende Anzahl von Beobachtungen in der Stichprobe vorliegen, um eine angemessene Trennschärfe zu erzielen. Der Stichprobenumfang sollte jedoch nicht so groß sein, dass Zeit und Geld bei der Stichprobennahme vergeudet oder irrelevante Differenzen als statistisch signifikant erkannt werden.

Trennschärfe

Minitab berechnet die Trennschärfe des Tests auf der Grundlage der angegebenen Vergleichsrate und des angegebenen Stichprobenumfangs. Ein Trennschärfewert von 0,9 wird im Allgemeinen als geeignet angesehen. Ein Wert von 0,9 bedeutet, dass eine Differenz zwischen den Raten der Grundgesamtheiten mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 % erkannt wird, wenn eine solche Differenz tatsächlich vorhanden ist. Bei einem Test mit geringer Trennschärfe erkennen Sie möglicherweise eine Differenz nicht und schließen dann fälschlicherweise, dass keine Differenz vorhanden ist. In der Regel weist der Test bei einem kleineren Stichprobenumfang oder einer kleineren Differenz eine geringere Trennschärfe zum Erkennen einer Differenz auf.

Ergebnisse Vergleichsrate Stichprobenumfang Soll-Trennschärfe Ist-Trennschärfe 32 79 0,9 0,902793 38 86 0,9 0,902550 Der Stichprobenumfang gilt für jede Gruppe.
Wichtigste Ergebnisse: Vergleichsrate, Stichprobenumfang, Trennschärfe

Diese Ergebnisse zeigen, dass Sie bei einer Trennschärfe des Tests von 0,9 und bei den Vergleichsraten 32 und 38 Stichproben mit dem Umfang 79 bzw. 86 für die jeweilige Vergleichsrate erfassen müssen. Um daher sicherzustellen, dass der Test eine ausreichende Trennschärfe zum Erkennen beider Vergleichsraten aufweist, müssen Sie eine Stichprobe mit dem Umfang 86 erfassen. Da die Soll-Trennschärfe von 0,9 einen Stichprobenumfang ergibt, der keine ganze Zahl ist, zeigt Minitab außerdem die Trennschärfe für den gerundeten Stichprobenumfang (Ist-Trennschärfe) an.

Schritt 2: Trennschärfekurve untersuchen

Mit der Trennschärfekurve können Sie den geeigneten Stichprobenumfang oder die angemessene Trennschärfe für einen Test ermitteln.

Die Trennschärfekurve stellt jede Kombination von Trennschärfe und Vergleichsrate für jeden Stichprobenumfang dar, wenn das Signifikanzniveau konstant gehalten wird. Jedes Symbol auf der Trennschärfekurve stellt einen Wert dar, der auf der Grundlage der eingegebenen Werte berechnet wurde. Wenn Sie beispielsweise einen Wert für den Stichprobenumfang und einen Wert für die Trennschärfe eingeben, berechnet Minitab den entsprechenden Vergleichsanteil und zeigt den berechneten Wert in der Grafik an.

Untersuchen Sie die Werte auf der Kurve, um die Differenz zwischen der Vergleichsrate und der Hypothesenrate zu bestimmen, die bei einer bestimmten Trennschärfe und einem bestimmten Stichprobenumfang erkannt werden kann. Ein Trennschärfewert von 0,9 wird im Allgemeinen als geeignet angesehen. Einige Fachleute hingegen erachten einen Trennschärfewert von 0,8 als geeignet. Falls ein Hypothesentest eine zu geringe Trennschärfe aufweist, kann eine Differenz mit praktischer Signifikanz möglicherweise nicht erkannt werden. Wenn Sie den Stichprobenumfang vergrößern, nimmt auch die Trennschärfe des Tests zu. Es empfiehlt sich, dass eine ausreichende Anzahl von Beobachtungen in der Stichprobe vorliegen, um eine angemessene Trennschärfe zu erzielen. Der Stichprobenumfang sollte jedoch nicht so groß sein, dass Zeit und Geld bei der Stichprobennahme vergeudet oder irrelevante Differenzen als statistisch signifikant erkannt werden. Wenn Sie die Größe der zu erkennenden Differenz verringern, nimmt damit auch die Trennschärfe ab.

In dieser Grafik zeigt die Trennschärfekurve, dass der Stichprobenumfang 79 betragen muss, damit eine Vergleichsrate von 32 bei einer Trennschärfe von 0,9 erkannt werden kann. Zum Erkennen einer Vergleichsrate von 38 bei einer Trennschärfe von 0,9 wird ein Stichprobenumfang von 86 benötigt. Wenn sich die Vergleichsrate der Hypothesenrate (in dieser Grafik 35) annähert, nimmt die Trennschärfe des Tests ab und nähert sich α (dem Signifikanzniveau) an, das für diese Analyse 0,05 beträgt.

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