Interpretieren der wichtigsten Ergebnisse für I/MR-R/S-Karte

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um eine I/MR-R/S-Karte zu interpretieren. Zu den wichtigsten Ergebnissen zählen die I-Karte, die MR-Karte, die R- oder S-Karte und die Testergebnisse.

Schritt 1: Bestimmen, ob die Streuung innerhalb der Teilgruppen unter Kontrolle ist

Verwenden Sie auf der I/MR-R/S-Karte die R-Karte oder die S-Karte, um die Streuung innerhalb der Teilgruppen zu untersuchen. Je nach Teilgruppengröße wird eine R- oder eine S-Karte angezeigt. Die R-Karte wird angezeigt, wenn die Teilgruppengröße höchstens 8 beträgt. Die S-Karte wird angezeigt, wenn die Teilgruppengröße 9 oder mehr beträgt.

Auf der R-Karte werden die Spannweiten der Teilgruppen dargestellt. Bei konstanter Teilgruppengröße stellt die Mittellinie der R-Karte den Durchschnitt der Teilgruppenspannweiten dar. Wenn sich die Teilgruppengrößen unterscheiden, hängt der Wert der Mittellinie von der Teilgruppengröße ab, da größere Teilgruppen tendenziell größere Spannweiten aufweisen. Die Eingriffsgrenzen auf der R-Karte, die auf einen Abstand von drei Standardabweichungen über und unter der Mittellinie festgelegt sind, zeigen den Grad der Streuung, der in den Teilgruppenspannweiten erwartet wird.

Auf der S-Karte werden die Standardabweichungen der Teilgruppen dargestellt. Die Mittellinie stellt den Durchschnitt der Standardabweichungen aller Teilgruppen dar. Die Eingriffsgrenzen auf der S-Karte, die auf einen Abstand von drei Standardabweichungen über und unter der Mittellinie festgelegt sind, zeigen den Grad der Streuung, der in den Standardabweichungen der Teilgruppen erwartet wird.

Rote Punkte zeigen Teilgruppen an, die mindestens einen Test auf Ausnahmebedingungen nicht bestehen und außer Kontrolle sind. Falls ein Punkt mehrere Tests nicht besteht, wird der Punkt mit der niedrigsten Testnummer beschriftet, um die Grafik nicht mit Nummern zu überfrachten. Wenn die Regelkarte Punkte außer Kontrolle enthält, untersuchen Sie diese.

Punkte außer Kontrolle können die Schätzwerte von Prozessparametern beeinflussen und verhindern, dass Eingriffsgrenzen den Prozess wahrheitsgemäß widerspiegeln. Wenn Punkte außer Kontrolle auf Ausnahmebedingungen zurückzuführen sind, erwägen Sie, diese Punkte aus den Berechnungen zu entfernen. Weitere Informationen finden Sie unter Angeben von Optionen zum Schätzen der Parameter für I/MR-R/S-Karte.

In diesen Ergebnissen wird die R-Karte angezeigt, da die Teilgruppengröße gleich 3 ist. Es sind keine Punkte außer Kontrolle vorhanden. Die Streuung innerhalb der Teilgruppen ist stabil.

Schritt 2: Bestimmen, ob die Streuung zwischen den Teilgruppen unter Kontrolle ist

Für die I/MR-R/S-Karte wird mit der Regelkarte der gleitenden Spannweite (MR-Karte) untersucht, ob die Streuung zwischen den Teilgruppen unter Kontrolle ist. Auf der Regelkarte der gleitenden Spannweite werden die gleitenden Spannweiten der Teilgruppenmittelwerte dargestellt. Die Mittellinie stellt den Durchschnitt aller gleitenden Spannweiten dar. Die Eingriffsgrenzen auf der Regelkarte der gleitenden Spannweite, die auf einen Abstand von drei Standardabweichungen über und unter der Mittellinie festgelegt sind, zeigen den Grad der Streuung, der in den gleitenden Spannweiten erwartet wird.

Rote Punkte zeigen Teilgruppen an, die mindestens einen Test auf Ausnahmebedingungen nicht bestehen und außer Kontrolle sind. Falls ein Punkt mehrere Tests nicht besteht, wird der Punkt mit der niedrigsten Testnummer beschriftet, um die Grafik nicht mit Nummern zu überfrachten. Wenn die Regelkarte Punkte außer Kontrolle enthält, untersuchen Sie diese.

Punkte außer Kontrolle können die Schätzwerte von Prozessparametern beeinflussen und verhindern, dass Eingriffsgrenzen den Prozess wahrheitsgemäß widerspiegeln. Wenn Punkte außer Kontrolle auf Ausnahmebedingungen zurückzuführen sind, erwägen Sie, diese Punkte aus den Berechnungen zu entfernen. Weitere Informationen finden Sie unter Angeben von Optionen zum Schätzen der Parameter für I/MR-R/S-Karte.

In diesen Ergebnissen sind keine Punkte auf der MR-Karte außer Kontrolle. Die Streuung zwischen den Teilgruppen ist stabil.

Schritt 3: Bestimmen, ob der Prozessmittelwert unter Kontrolle ist

Auf der Einzelwertkarte (I-Karte) werden die Stabilität der Mittelwerte der Teilgruppendurchschnitte über die Zeit ausgewertet. Auf der Einzelwertkarte werden die Mittelwerte der Teilgruppen dargestellt. Die Mittellinie ist ein Schätzwert des Durchschnitts der Teilgruppenmittelwerte. Die Eingriffsgrenzen auf der I-Karte, die auf einen Abstand von drei Standardabweichungen über und unter der Mittellinie festgelegt sind, zeigen den Grad der Streuung, der in den Teilgruppenmittelwerten erwartet wird.

Rote Punkte zeigen Teilgruppen an, die mindestens einen Test auf Ausnahmebedingungen nicht bestehen und außer Kontrolle sind. Falls ein Punkt mehrere Tests nicht besteht, wird der Punkt mit der niedrigsten Testnummer beschriftet, um die Grafik nicht mit Nummern zu überfrachten. Wenn die Regelkarte Punkte außer Kontrolle enthält, untersuchen Sie diese.

Punkte außer Kontrolle können die Schätzwerte von Prozessparametern beeinflussen und verhindern, dass Eingriffsgrenzen den Prozess wahrheitsgemäß widerspiegeln. Wenn Punkte außer Kontrolle auf Ausnahmebedingungen zurückzuführen sind, erwägen Sie, diese Punkte aus den Berechnungen zu entfernen. Weitere Informationen finden Sie unter Angeben von Optionen zum Schätzen der Parameter für I/MR-R/S-Karte.

In diesen Ergebnissen sind 5 Punkte außer Kontrolle. Die Durchschnitte der Teilgruppen sind über die Zeit nicht stabil. Wenn Sie mit dem Mauszeigen über einem roten Punkt verweilen, erhalten Sie weitere Informationen über den betreffenden Punkt.

Schritt 4: Bestimmen, welche Punkte die einzelnen Tests nicht bestanden haben

Untersuchen Sie alle Teilgruppen, die die Tests auf Ausnahmebedingungen nicht bestanden haben. In der Standardeinstellung führt Minitab lediglich Test 1 durch, mit dem Punkte erkannt werden, die außerhalb der Eingriffsgrenzen liegen. Wenn Sie jedoch weitere Tests durchführen, ist es möglich, dass Punkte mehrere Tests nicht bestehen. In der Ausgabe des Sessionfensters wird angezeigt, welche Punkte die einzelnen Tests nicht bestanden haben (siehe Abbildung).

TEST 1. One point more than 3.00 standard deviations from center line. Test Failed at points: 7, 8, 9, 14, 15
Hinweis

Wenn Sie mehrere Tests gleichzeitig durchführen, erhöht sich die Empfindlichkeit der Regelkarte. Die Rate falscher Alarme steigt jedoch ebenfalls an, wodurch Sie u. U. unnötigerweise auf die Testergebnisse reagieren.

Weitere Informationen zu den einzelnen Tests und den Situationen, in denen sie eingesetzt werden sollten, finden Sie unter Verwenden von Tests auf Ausnahmebedingungen in Regelkarten.

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