Angeben der Schätzmethoden für Verteilungsfreie Analyse (Rechtszensierung)

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Schätzmethode
  • Kaplan-Meier: Die Parameter werden mit der Kaplan-Meier-Methode geschätzt. Minitab zeigt ein Diagramm der Hazard-Funktion und ein Diagramm der Überlebensfunktion an, die auf Kaplan-Meier-Schätzwerten basieren.
  • Versicherungsmathematisch: Die Parameter werden mit der versicherungsmathematischen Methode geschätzt. Minitab zeigt ein Diagramm der Hazard-Funktion und ein Diagramm der Überlebensfunktion an, die auf versicherungsmathematischen Schätzwerten basieren.
    Zeitintervalle angeben:
    • 0 bis _ um _: Es werden Zeitintervalle mit gleichen Abständen verwendet. Geben Sie Zahlen ein, um die Zeitintervalle in den Diagrammen festzulegen. Wenn Sie beispielsweise 0 bis 100 um 20 eingeben, stellt Minitab die Ergebnisse in den Zeitintervallen 0–20, 20–40 usw. bis zu 80–100 dar.
    • Endpunkte der Intervalle angeben: Wählen Sie diese Option aus, um Zeitintervalle mit ungleichen Abständen zu verwenden, und geben Sie eine Reihe von Zahlen oder eine Spalte mit Zahlen ein. Wenn Sie beispielsweise 0 4 6 8 10 20 30 eingeben, stellt Minitab die Ergebnisse mit den Zeitintervallen 0–4, 4–6, 6–8, 8–10, 10–20 und 20–30 dar.
  • Überlebenswahrscheinlichkeiten schätzen: Der Anteil der Einheiten, die einen angegebenen Zeitpunkt überleben, wird geschätzt. Verwenden Sie diese Werte, um zu ermitteln, ob das Produkt die Zuverlässigkeitsanforderungen erfüllt, oder um die Zuverlässigkeit zweier oder mehrerer Produktdesigns zu vergleichen. Weitere Informationen finden Sie unter Was ist die Überlebenswahrscheinlichkeit?
  • Kumulierte Ausfallwahrscheinlichkeiten schätzen: Die Wahrscheinlichkeit, dass Einheiten vor einem bestimmten Zeitpunkt ausfallen, wird geschätzt. Die kumulierte Ausfallwahrscheinlichkeit ist 1 minus die Überlebenswahrscheinlichkeit.
Konfidenzniveau

Geben Sie ein Konfidenzniveau zwischen 0 und 100 ein. In der Regel ist ein Konfidenzniveau von 95 % gut geeignet. Ein 95%-Konfidenzniveau deutet darauf hin, dass Sie sich zu 95 % sicher sein können, dass das Intervall den tatsächlichen Parameter der Grundgesamtheit enthält. Wenn Sie beispielsweise 100 Zufallsstichproben aus der Grundgesamtheit erfasst haben, können Sie erwarten, dass Sie für ungefähr 95 Stichproben Intervalle erhalten, die den tatsächlichen Wert für den Parameter der Grundgesamtheit enthalten (wenn sämtliche Daten erfasst und analysiert werden könnten).

Ein niedrigeres Konfidenzniveau (z. B. 90 %) erzeugt ein schmaleres Konfidenzintervall und kann den benötigten Stichprobenumfang oder die erforderliche Testzeit für den Test verringern. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Konfidenzintervall den Parameter der Grundgesamtheit enthält, nimmt jedoch ab.

Ein höheres Konfidenzniveau (z. B. 99 %) steigert die Wahrscheinlichkeit, dass das Konfidenzintervall den Parameter der Grundgesamtheit enthält. Für den Test sind jedoch möglicherweise ein größerer Stichprobenumfang oder eine längere Testzeit erforderlich, wenn ein hinreichend schmales und damit aussagekräftiges Konfidenzniveau erhalten werden soll.

Konfidenzintervalle

Wählen Sie in der Dropdownliste aus, ob Minitab ein beidseitiges Konfidenzintervall (Beidseitig) oder ein einseitiges Konfidenzintervall (Untergrenze bzw. Obergrenze) anzeigen soll. Für ein einseitiges Intervall sind im Allgemeinen weniger Beobachtungen und eine kürzere Testzeit erforderlich, um die Schlussfolgerung mit statistischer Sicherheit zu ziehen. Viele Zuverlässigkeitsstandards beziehen sich auf den ungünstigsten Fall, der anhand einer Untergrenze dargestellt wird.

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