Eingeben der Daten für Beschleunigte Lebensdauerprüfung

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Eingeben der Daten

Wählen Sie die Option aus, die Ihre Daten am besten beschreibt.

Antworten sind nicht- oder rechtszensierte Daten

Wenn genaue Ausfallzeiten und/oder rechtszensierte Beobachtungen (Ihnen ist lediglich der Zeitpunkt bekannt, nach dem der Ausfall aufgetreten ist) vorliegen, führen Sie die folgenden Schritte aus. Weitere Informationen zu zensierten Daten finden Sie unter Zensieren von Daten.

  1. Geben Sie im Feld Variablen/ Startvariablen die Spalte mit den Ausfallzeiten oder den Zensierungszeiten ein. Sie können bis zu 10 Spalten (für 10 verschiedene Stichproben) eingeben.
  2. Wenn Sie über Häufigkeitsdaten für jede Variable verfügen, geben Sie im Feld Häufigkeitenspalten (optional) eine Spalte ein, in der die Anzahl der Einheiten für jede Ausfallzeit oder Zensierungszeit angegeben wird.
  3. Geben Sie im Feld Beschleunigungsvariable die Spalte mit den Werten der Prädiktorvariablen ein, mit der das Eintreten der Ausfälle beschleunigt wurde.
  4. Wählen Sie im Feld Beziehung eine Option aus, um anzugeben, ob die Beschleunigungsvariable transformiert werden soll. Wenn eine lineare Beziehung angenommen werden kann, wählen Sie Linear aus, damit keine Transformation durchgeführt wird. Um die Beschleunigungsvariable zu transformieren, wählen Sie Arrhenius, Inverse Temp oder Ln (Potenz) aus.
    Hinweis

    Informationen zu Beziehungsmodellen und Transformationen der Beschleunigungsvariablen finden Sie unter Auswählen des geeigneten Modells für die beschleunigte Lebensdauerprüfung.

In diesem Arbeitsblatt enthält die Spalte Zeit die Ausfallzeiten. Die SpalteZensiert enthält die Zensierungsindikatoren: ein A kennzeichnet eine tatsächliche Ausfallzeit, und ein Z kennzeichnet eine Einheit, die aus dem Test entfernt und somit zensiert wurde. Die Spalte Temperatur enthält die Werte für die Beschleunigungsvariable, mit der das Eintreten der Ausfälle beschleunigt wurde.
C1 C2 C3
Zeit Zensiert Temperatur
53 A 125
60 A 125
53 A 125
99 Z 125
51 A 150
40 A 150

Antworten sind nicht- oder beliebig zensierte Daten

Wenn die Daten linkszensierte Beobachtungen (hier ist nur der Zeitpunkt bekannt, vor welchem der Ausfall aufgetreten ist) oder intervallzensierte Beobachtungen (Ihnen sind nur die Zeitpunkte bekannt, zwischen denen der Ausfall aufgetreten ist) enthalten oder ein variables Zensierungsschema verwendet wurde, das genaue Ausfallzeiten, Rechtszensierung, Linkszensierung und Intervallzensierung umfasst, führen Sie die folgenden Schritte aus. Weitere Informationen zu zensierten Daten finden Sie unter Zensieren von Daten.

  1. Geben Sie im Feld Variablen/ Startvariablen die Spalte mit den Startzeiten ein. Sie können bis zu 10 Spalten (für 10 verschiedene Stichproben) eingeben. Die Startzeiten in der Spalte hängen davon ab, wie die Daten zensiert sind.
    Beobachtung Wert in der Spalte „Start“
    Exakte Ausfallzeit Ausfallzeit
    Rechtszensiert Zeit, nach der der Ausfall eintrat
    Linkszensiert * (Symbol für fehlenden Wert)
    Intervallzensiert Zeit am Anfang des Intervalls, während dessen der Ausfall eintrat
  2. Geben Sie im Feld Endvariablen die Spalte mit den Endzeiten ein. Sie können bis zu 10 Spalten (für 10 verschiedene Stichproben) eingeben. Die Endzeiten in der Spalte hängen davon ab, wie die Daten zensiert sind.
    Beobachtung Wert in der Spalte „Ende“
    Exakte Ausfallzeit Ausfallzeit
    Rechtszensiert * (Symbol für fehlenden Wert)
    Linkszensiert Zeit, vor der der Ausfall eintrat
    Intervallzensiert Zeit am Ende des Intervalls, während dessen der Ausfall eintrat
  3. Wenn Sie über Häufigkeitsdaten für jede Variable verfügen, geben Sie im Feld Häufigkeitenspalten (optional) eine Spalte ein, in der die Anzahl der Einheiten für jede Ausfallzeit oder Zensierungszeit angegeben wird.
  4. Geben Sie im Feld Beschleunigungsvariable die Spalte mit den Werten der Prädiktorvariablen ein, mit der das Eintreten der Ausfälle beschleunigt wurde.
  5. Wählen Sie im Feld Beziehung eine Option aus, um anzugeben, ob die Beschleunigungsvariable transformiert werden soll. Wenn eine lineare Beziehung angenommen werden kann, wählen Sie Linear aus, damit keine Transformation durchgeführt wird. Um die Beschleunigungsvariable zu transformieren, wählen Sie Arrhenius, Inverse Temp oder Ln (Potenz) aus.
    Hinweis

    Informationen zu Beziehungsmodellen und Transformationen der Beschleunigungsvariablen finden Sie unter Auswählen des geeigneten Modells für die beschleunigte Lebensdauerprüfung.

In diesem Arbeitsblatt enthält die Spalte Start die Startzeiten, und die Spalte Ende enthält die Endzeiten. Die Spalte Temperatur enthält die Werte für die Beschleunigungsvariable, mit der das Eintreten der Ausfälle beschleunigt wurde. In der Spalte Häufigkeit (optional) wird die Anzahl der Einheiten innerhalb der einzelnen Intervalle angegeben. Bei einer Temperatur von 125 °C sind beispielsweise 20 Einheiten bei 10.000 Stunden linkszensiert. Bei exakt 30.000 Stunden sind 2 Einheiten ausgefallen. Zwischen 30.000 und 40.000 Stunden sind 26 Einheiten intervallzensiert. Bei 50.000 Stunden sind 190 Einheiten rechtszensiert.

C1 C2 C3 C5
Start Ende Häufigkeit Temperatur
* 10000 20 125
10000 20000 10 125
20000 30000 10 125
30000 30000 2 125
30000 40000 26 125
40000 50000 42 125
50000 * 190 125
* 10000 22 150
10000 20000 14 150
20000 30000 15 150
30000 40000 33 150
40000 50000 55 150
50000 * 161 150

Zweite Variable

Wählen Sie diese Option aus, wenn eine zweite Beschleunigungsvariable in das Modell eingebunden werden soll. Geben Sie anschließend weitere Informationen zu der Variablen ein.
  • Beschleunigung: Wenn es sich bei der zweiten Variablen um eine Beschleunigungsvariable mit Extremstufen zum Beschleunigen der Lebensdauer der einzelnen Einheiten handelt, wählen Sie diese Option aus, und geben Sie anschließend die Spalte mit den Prädiktorstufen für den Test ein.
    Beziehung
    Wählen Sie eine Beziehung aus, um anzugeben, ob die Beschleunigungsvariable transformiert werden soll. Wenn eine lineare Beziehung angenommen werden kann, wählen Sie Linear aus, damit keine Transformation durchgeführt wird. Um die Beschleunigungsvariable zu transformieren, wählen Sie Arrhenius, Inverse Temp oder Ln (Potenz) aus.
    Hinweis

    Informationen zu Beziehungsmodellen und Transformationen der Beschleunigungsvariablen finden Sie unter Auswählen des geeigneten Modells für die beschleunigte Lebensdauerprüfung.

  • Faktor: Wenn es sich bei der zweiten Variablen um einen Faktor mit kategorialen Stufen (z. B. Bedingungen oder Gruppierungsinformationen) handelt, wählen Sie diese Option aus. Geben Sie anschließend die Spalte mit den Faktorstufen ein.
Wechselwirkungsterm zwischen Variablen einbinden
Wählen Sie diese Option aus, um einen Term für die Wechselwirkung zwischen der Beschleunigungsvariablen und der zweiten Variablen einzubinden. Eine Wechselwirkung liegt vor, wenn die Ausfallzeit einer Einheit auf einer Stufe der Beschleunigungsvariablen von der Stufe der zweiten Variablen abhängt.

Angenommene Verteilung

Wählen Sie eine Verteilung zum Modellieren der Daten aus. Treffen Sie Ihre Entscheidung aufgrund Ihrer Kenntnisse des Prozesses, oder werten Sie die Modellanpassung mit Wahrscheinlichkeitsnetzen aus. Weitere Informationen finden Sie unter Verteilungsanpassung für die Zuverlässigkeitsanalyse.

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