Was ist das Markieren in Grafiken?

Markieren ist das Auswählen eines oder mehrerer Datenpunkte in einer Grafik, um die entsprechenden Daten im Arbeitsblatt zu identifizieren. Durch Markieren können Sie die Merkmale relevanter Datenpunkte leichter untersuchen, zum Beispiel:
  • Identifizieren Sie die Arbeitsblattzeilen, die Ausreißer enthalten.
  • Ermitteln Sie, ob die Punkte in einem Markierungsbereich auch andere Merkmale teilen.

Beispiele für Markierungen

Sie erstellen ein Streudiagramm für Ausbeute vs. Eingabe und erkennen drei Punkte, die anscheinend Ausreißer sind. Sie können diese Punkte markieren, um die Arbeitsblattzeilen zu identifizieren, die die Daten für diese Punkte enthalten.

Streudiagramm mit markierten Punkten

Die markierten Punkte weisen eine andere Farbe auf.

Im Markierungsmodus wird die Markierungspalette angezeigt. In der Markierungspalette werden die Zeilennummern der markierten Punkte im Arbeitsblatt aufgeführt, so dass Sie diese leicht im Arbeitsblatt auffinden können. Im Arbeitsblatt sind die Zeilen der markierten Punkte durch Symbole neben den Zeilennummern gekennzeichnet.

Markierungspalette
Arbeitsblatt mit markierten Zeilen
Im abgebildeten Arbeitsblatt scheinen die markierten Werte in der Spalte Ausbeute ungewöhnlich hoch zu sein. Um dies zu untersuchen, haben Sie folgende Möglichkeiten:
  • Suchen und korrigieren Sie eventuelle Fehler bei der Dateneingabe.
  • Betrachten Sie andere Variablen, die die hohen Werte für die Ausbeute möglicherweise erklären.
  • Erstellen Sie die Grafik ohne die markierten Punkte (oder mit diesen) neu, so dass Sie die Daten, an denen Sie am meisten interessiert sind, näher untersuchen können.
  • Bilden Sie eine Teilmenge des Arbeitsblatts ohne die markierten Punkte (oder nur mit diesen), so dass Sie die entsprechenden Daten weiter analysieren können.

So markieren Sie Datenpunkte in einer Grafik

Wählen Sie bei aktiver Grafik Editor > Markieren aus. Führen Sie anschließend einen der folgenden Schritte aus:
  • Um einen einzelnen Punkt zu markieren, klicken Sie darauf.
  • Um mehrere benachbarte Punkte zu markieren, ziehen Sie mit der Maus einen Markierungsbereich um die Punkte auf.
  • Um einzelne Punkte zu markieren, die nicht benachbart sind, halten Sie die Umschalttaste gedrückt, während Sie auf die Punkte klicken.
  • Um einem Markierungsbereich Punkte hinzuzufügen, drücken Sie die Umschalttaste, und ziehen Sie mit der Maus einen Markierungsbereich um diese Punkte auf.

Um den Markierungsmodus zu verlassen, wählen Sie Editor > Auswählen aus.

Hinweis

Wenn Sie Punkte in einer Grafik markieren, markiert Minitab automatisch die Punkte aus derselben Zeile in allen anderen Grafiken, die sich im Markierungsmodus befinden. Dies gilt unabhängig davon, ob die Grafiken im gleichen Grafikfenster oder in anderen Grafikfenstern angezeigt werden. Durch die grafikübergreifenden Markierungen können Sie die Beziehungen zwischen vielen Variablen untersuchen.

Anzeigen von weiteren Informationen zu Datenpunkten in der Markierungspalette

Um weitere Informationen zu den markierten Punkten anzuzeigen, können Sie der Markierungspalette Variablen aus dem Arbeitsblatt hinzufügen. Diese Variablen werden als Identifikationsvariablen (oder kurz ID-Variablen) bezeichnet.

Markierungspalette mit Identifikationsvariablen

Die Identifikationsvariablen in der Markierungspalette sind Ausbeute und Eingabe.

Um die ID-Variablen in der Palette anzuzeigen, markieren Sie zuerst die Punkte in der Grafik. Wählen Sie bei aktiver Grafik Editor > Identifikationsvariablen festlegen aus. Geben Sie im Feld Variablen die Variablen ein, die in der Markierungspalette angezeigt werden sollen.

Hinzufügen von Indikatorvariablen zum Arbeitsblatt auf der Grundlage von markierten Punkten

Sie können eine Spalte im Arbeitsblatt erstellen, die als Indikatorvariable verwendet werden soll und markierte Zeilen mit dem Wert 1 und nicht markierte Zeilen mit dem Wert 0 (Standardwert) kennzeichnet. Sie können die Indikatorvariable als Gruppierungsvariable bei anderen Vorgängen oder Analysen verwenden, z. B. beim Aufteilen von Arbeitsblättern in Teilmengen oder bei der Regressionsanalyse.

Um Indikatorvariablen zum Arbeitsblatt hinzuzufügen, markieren Sie zuerst Punkte in der Grafik. Wählen Sie bei aktiver Grafik Editor > Indikatorvariable erstellen aus. Geben Sie im Feld Spalte einen Namen oder eine Spaltennummer für die Spalte der Indikatorvariablen ein.

Grafische Darstellung einer Teilmenge Ihrer Daten auf der Grundlage von markierten Punkten

Für die meisten Grafiken im Menü „Grafik“ können Sie eine weitere Grafik erstellen, indem Sie entweder nur die markierten Punkte einbinden oder alle markierten Punkte ausschließen.

Markieren Sie zuerst die Punkte, die Sie in die neue Grafik einbinden oder aus dieser ausschließen möchten. Wählen Sie die Grafik oder Regelkarte aus, die Sie erstellen möchten. Klicken Sie auf Datenoptionen. Geben Sie auf der Registerkarte Teilmenge unter Einbinden oder ausschließen an, ob Sie die markierten Zeilen einbinden oder ausschließen möchten. Wählen Sie unter Einzubindende Zeilen angeben die Option Markierte Zeilen aus.

In welchen Grafiken können Datenpunkte markiert werden?

In den folgende Grafiken können Datenpunkte markiert werden:
  • Streudiagramme
  • Matrixplots
  • Blasendiagramme
  • Randdiagramme
  • Punktdiagramme (wenn jedes Symbol nur eine Beobachtung darstellt)
  • Wahrscheinlichkeitsnetze aus dem Menü „Grafik“
  • Diagramme der empirischen Verteilungsfunktion
  • Einzelwertdiagramme
  • Zeitreihendiagramme
  • 3D-Streudiagramme
  • Regelkarten für Einzelwerte, außer MR-Karten
  • Regelkarten für attributive Daten
  • T-Quadrat-Karten mit verallgemeinerter Varianz (wenn Teilgruppengröße = 1)
  • T-Quadrat-Karten (wenn Teilgruppengröße = 1)
  • Regelkarten der verallgemeinerten Varianz (wenn Teilgruppengröße = 1)
  • Symmetriediagramme
  • Messverlaufsdiagramme
  • Trendanalysediagramme
  • Zerlegungsdiagramme
  • Diagramme der gleitenden Durchschnitte
  • Diagramme der einfachen exponentiellen Glättung
  • Diagramme der zweifachen exponentiellen Glättung
  • Diagramme für Winters-Methode
In den folgende Grafiken können Datenpunkte nicht markiert werden:
  • Histogramme
  • Punktdiagramme (wenn Symbole mehrere Beobachtungen darstellen)
  • Stamm- und Blattdiagramme
  • Boxplots
  • Fehlerbalkendiagramme
  • Balkendiagramme
  • Tortendiagramme
  • Flächendiagramme
  • Verlaufsdiagramme
  • Darstellungen der Wahrscheinlichkeitsverteilung
  • Liniendiagramme
Hinweis

Markierungen sind für Grafiken, in denen Punkte mehr als eine Arbeitsblattzeile darstellen, nicht verfügbar. Wenn z. B. Daten für alle Teilgruppen in einer Spalte enthalten sind und jeder Punkt auf einer Regelkarte den Mittelwert einer Teilgruppe darstellt, sind Markierungen nicht verfügbar.

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