Eingeben der Daten für Trennschärfe und Stichprobenumfang für Äquivalenztest, 1 Stichprobe

Statistik > Trennschärfe und Stichprobenumfang > Äquivalenztests > 1 Stichprobe

  1. Wählen Sie im Feld Was möchten Sie ermitteln? (Alternativhypothese) die Alternativhypothese aus, die nachgewiesen werden soll.
    • Untergrenze < Testmittelwert - Sollwert < Obergrenze

      Prüfen Sie, ob die Differenz zwischen dem Mittelwert der Testgrundgesamtheit und dem Sollwert innerhalb der angegebenen Grenzen liegt.

      Ein Analytiker möchte beispielsweise untersuchen, ob sich die mittlere Konzentration des Wirkstoffs eines Generikums innerhalb einer Toleranz von ± 10 mg/ml des Sollwerts für die Konzentration befindet.

    • Testmittelwert > Sollwert

      Testen Sie, ob der Mittelwert der Testgrundgesamtheit größer als der Sollwert ist.

      Ein Lebensmitteltechniker möchte beispielsweise feststellen, ob eine kostengünstigere Rezeptur für Hundetrockenfutter einen höheren Proteingehalt als 20 g (bezogen auf 100 g Hundefutter) aufweist.

    • Testmittelwert < Sollwert

      Testen Sie, ob der Mittelwert der Testgrundgesamtheit kleiner als der Sollwert ist.

      Ein Analytiker möchte beispielsweise feststellen, ob die mittlere Zeit bis zum Eintreten der Wirkung eines neuen Medikaments kürzer als 5 Minuten ist.

    • Testmittelwert - Sollwert > Untergrenze

      Testen Sie, ob die Differenz zwischen dem Mittelwert der Testgrundgesamtheit und dem Sollwert größer als eine Untergrenze ist.

      Ein Wissenschaftler möchte beispielsweise feststellen, ob ein in Erprobung befindliches Medikament eine mittlere Senkung des diastolischen Blutdrucks bewirkt, die größer als die erwartete Senkung (Sollwert) um 3 mm Hg oder mehr ist.

    • Testmittelwert - Sollwert < Obergrenze

      Testen Sie, ob die Differenz zwischen dem Mittelwert der Testgrundgesamtheit und dem Sollwert kleiner als eine Untergrenze ist.

      Ein Analytiker möchte z. B. ermitteln, ob die mittlere Wartezeit in einer Notaufnahme weniger als 10 % über dem Sollwert liegt.

  2. Geben Sie einen Wert für jede Äquivalenzgrenze ein, die in der Alternativhypothese enthalten ist.
    • Untergrenze

      Geben Sie den niedrigsten akzeptablen Wert für die Differenz ein. Sie möchten nachweisen, dass die Differenz zwischen dem Mittelwert der Testgrundgesamtheit und dem Sollwert nicht unter diesem Wert liegt.

    • Obergrenze

      Geben Sie den höchsten akzeptablen Wert für die Differenz ein. Sie möchten nachweisen, dass die Differenz zwischen dem Mittelwert der Testgrundgesamtheit und dem Sollwert diesen Wert nicht überschreitet.

  3. Geben Sie Werte für zwei der folgenden Variablen der Trennschärfefunktion an. Lassen Sie die Variable, die Sie berechnen möchten, leer.
    Tipp

    Wenn Sie mehrere Werte in ein Feld eingeben, trennen Sie sie mit einem Leerzeichen. Es gibt auch eine Kurzform, mit der Sie mehrere Werte darstellen können. Geben Sie beispielsweise 10:40/5 ein, um Stichprobenumfänge von 10 bis 40 in Schritten von 5 anzugeben.

    • Stichprobenumfänge: Geben Sie einen Stichprobenumfang von Interesse ein. Um die Auswirkung unterschiedlicher Stichprobenumfänge zu untersuchen, geben Sie mehrere Werte ein. Bei größeren Stichprobenumfängen verfügt der Test über eine höhere Trennschärfe zum Nachweisen der Äquivalenz.

    • Differenzen (innerhalb der Grenzen): Geben Sie einen oder mehrere Werte ein, um die Differenz zwischen dem Mittelwert der Grundgesamtheit und dem Sollwert anzugeben. Der Wert der Differenz muss innerhalb der Äquivalenzgrenzen liegen. Für Differenzen, die nah an einer Äquivalenzgrenze liegen, sind größere Stichprobenumfänge erforderlich, um eine angemessene Trennschärfe zu erreichen.

    • Trennschärfewerte: Geben Sie einen oder mehrere Werte für die Wahrscheinlichkeit ein, dass mit dem Test eine Äquivalenz nachgewiesen wird, wenn die Differenz der Grundgesamtheit innerhalb der Äquivalenzgrenzen liegt. Typische Werte sind 0,8 und 0,9. Ein Analytiker gibt beispielsweise 0,9 ein, um eine Wahrscheinlichkeit von 90 % anzugeben, dass mit dem Test die Äquivalenz zwischen der mittleren Breite von Dübeln und der Sollbreite nachgewiesen wird, wenn Mittelwert und Sollwert tatsächlich äquivalent sind.
  4. Geben Sie im Feld Standardabweichung einen Schätzwert der Standardabweichung ein. Wenn Sie die Daten bereits erfasst und analysiert haben, können Sie die Standardabweichung der Stichprobe verwenden. Wenn keine Daten vorliegen, legen Sie Ihrem Schätzwert vergleichbare Untersuchungen, Designspezifikationen, Pilotstudien, Sachkenntnis oder ähnliche Informationen zugrunde.
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