Überlegungen zu Daten für S-Karte

Befolgen Sie beim Erfassen von Daten, Durchführen der Analyse und Interpretieren der Ergebnisse die folgenden Richtlinien, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse gültig sind.

Die Daten sollten stetig sein

Wenn es sich bei den Daten um Anzahlen von fehlerhaften Einheiten oder Fehlern handelt, verwenden Sie eine Regelkarte für attributive Daten, z. B. p-Karte oder u-Karte.

Die Daten sollten in chronologischer Reihenfolge vorliegen

Da mit Regelkarten Änderungen über die Zeit erkannt werden, ist die Reihenfolge der Daten wichtig. Sie sollten die Daten in der Reihenfolge eingeben, in der sie erfasst wurden, so dass die ältesten Daten am Anfang des Arbeitsblatts aufgeführt werden.

Die Daten müssen in geeigneten Zeitintervallen erfasst werden

Erfassen Sie Daten in Zeitintervallen mit gleichen Abständen, z. B. jede Stunde, jede Schicht oder jeden Tag. Wählen Sie ein ausreichend kurzes Zeitintervall, so dass Sie Änderungen am Prozess bereits kurz nach ihrem Auftreten erkennen können.

Die Daten sollten in rationalen Teilgruppen vorliegen

Eine rationale Teilgruppe ist eine kleine Stichprobe ähnlicher Prüfeinheiten, die über einen kurzen Zeitraum unter denselben Bedingungen (z. B. hinsichtlich Bediener, Anlage oder Lieferant) produziert wurden und die repräsentativ für die Ergebnisse des Prozesses sind. Wenn es sich bei den Teilgruppen nicht um rationale Teilgruppen handelt, sind die geschätzten Eingriffsgrenzen möglicherweise zu breit.

Die Teilgruppengröße sollte mindestens 9 Beobachtungen betragen

Verwenden Sie für Teilgruppen mit 2 bis 8 Beobachtungen R-Karte.

Wenn keine Teilgruppen vorhanden sind, verwenden Sie Regelkarte der gleitenden Spannweite (MR).

Die Daten sollten insgesamt mindestens 60 Beobachtungen umfassen

Wenn weniger als die empfohlene Anzahl von Beobachtungen vorliegen, können Sie die Regelkarte dennoch verwenden. Die Ergebnisse sind jedoch als vorläufig zu erachten, da die Eingriffsgrenzen möglicherweise ungenau sind. Wenn Sie die Regelkarte regelmäßig verwenden, schätzen Sie die Standardabweichung und die Eingriffsgrenzen neu, nachdem Sie mindestens die empfohlene Anzahl von Beobachtungen erfasst haben.

Die Daten müssen nicht normalverteilt sein

Die meisten Regelkarten für Variablen basieren formal auf der Annahme der Normalverteilung, Sie können jedoch auch gute Ergebnisse mit nicht normalverteilten Daten erzielen, wenn Sie Daten in Teilgruppen erfassen. Die erforderliche Teilgruppengröße hängt davon ab, wie stark die Daten von der Normalverteilung abweichen.

Die Beobachtungen in den einzelnen Teilgruppen sollten nicht miteinander korrelieren

Wenn aufeinander folgende Datenpunkte innerhalb einer Teilgruppe korrelieren, liegen die Eingriffsgrenzen zu eng beieinander, und auf der Regelkarte werden u. U. einige Punkte, die unter Kontrolle sind, als Punkte außer Kontrolle angezeigt.

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