Grafiken für Prozessfähigkeitsanalyse (normal)

Hier finden Sie Definitionen und Anleitungen zur Interpretation für alle Grafiken, die für die Prozessfähigkeitsanalyse bei normalverteilten Daten bereitgestellt werden.

Histogramm der Prozessfähigkeit

Im Histogramm der Prozessfähigkeit wird die Verteilung der Stichprobendaten veranschaulicht. Jeder Balken im Histogramm stellt die Häufigkeit von Daten innerhalb eines Intervalls dar.

Die Kurven für innerhalb und gesamt im Histogramm sind Normalverteilungskurven, die anhand des Prozessmittelwerts und unterschiedlicher Schätzwerte der Prozessstreuung erstellt werden. Bei der gestrichelten Kurve für innerhalb wird die Standardabweichung innerhalb der Teilgruppen verwendet. Bei der durchgehenden Kurve für gesamt wird die Gesamtstandardabweichung verwendet.

Interpretation

Verwenden Sie das Histogramm der Prozessfähigkeit, um die Stichprobendaten in Bezug auf die Verteilungsanpassung und die Spezifikationsgrenzen anzuzeigen.

Visuelles Prüfen der Verteilungsanpassung

Vergleichen Sie die durchgehende Kurve für gesamt mit den Balken des Histogramms, um zu untersuchen, ob die Daten annähernd normalverteilt sind. Wenn die Balken stark von der Kurve abweichen, sind die Daten möglicherweise nicht normalverteilt, und die Schätzungen der Prozessfähigkeit für den Prozess sind u. U. nicht zuverlässig. Wenn die Daten anscheinend nicht normalverteilt sind, verwenden Sie Identifikation der Verteilung, um zu ermitteln, ob Sie die Daten transformieren oder eine Nicht-Normalverteilung anpassen müssen, um die Prozessfähigkeitsanalyse auszuführen.

Gute Anpassung
Schlechte Anpassung
Hinweis

Sie können die Option Transformieren in Prozessfähigkeitsanalyse (normal) verwenden, um nicht normalverteilte Daten zu transformieren. Um eine Nicht-Normalverteilung an die Daten anzupassen, wählen Sie Prozessfähigkeitsanalyse (nicht normal) aus.

Vergleichen der Kurve für innerhalb und gesamt

Vergleichen Sie die durchgehende Kurve für gesamt und die gestrichelte Kurve für innerhalb, um zu untersuchen, wie eng diese beieinander liegen. Ein deutlicher Unterschied zwischen den Kurven kann darauf hinweisen, dass der Prozess nicht stabil ist oder eine signifikante Streuung zwischen den Teilgruppen vorhanden ist. Verwenden Sie eine Regelkarte, um sich zu vergewissern, dass der Prozess stabil ist, ehe Sie eine Prozessfähigkeitsanalyse ausführen.

Eng beieinander liegend
Nicht eng beieinander liegend
Wichtig

Wenn Sie die Annahmen für die Verwendung einer Prozessfähigkeitsanalyse für normalverteilte Daten eingehender analysieren möchten, verwenden Sie Capability Sixpack (normal).

Untersuchen der Stichprobendaten in Bezug auf die Spezifikationsgrenzen

Untersuchen Sie die Daten im Histogramm visuell in Bezug auf die untere und die obere Spezifikationsgrenze. Im Idealfall ist die Streubreite der Daten geringer als die Spezifikationsstreubreite, und alle Daten liegen innerhalb der Spezifikationsgrenzen. Daten, die außerhalb der Spezifikationsgrenzen liegen, stellen unzulängliche Teile dar. Untersuchen Sie, ob der Prozess zwischen den Spezifikationsgrenzen oder auf den Sollwert (sofern vorhanden) zentriert ist.

In diesen Ergebnissen liegen die Prozessdaten anscheinend relativ gut zentriert zwischen den Spezifikationsgrenzen. Die Prozessstreubreite ist jedoch größer als die Spezifikationsstreubreite, was auf eine unzureichende Prozessfähigkeit verweist. Obgleich die Mehrzahl der Daten innerhalb der Spezifikationsgrenzen liegen, gibt es unzulängliche Teile unter der unteren Spezifikationsgrenze (USG) und über der oberen Spezifikationsgrenze (OSG).

Hinweis

Um die tatsächliche Anzahl der unzulänglichen Einheiten im Prozess zu ermitteln, verwenden Sie die Ergebnisse für PPM < USG, PPM > OSG und PPM Gesamt. Weitere Informationen finden Sie unter „Alle Statistiken und Grafiken“.

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