Analysieren von Lage- und Streuungseffekten

Mit Minitab können Sie sowohl Lageeffekte als auch Streuungseffekte in einem zweistufigen faktoriellen Versuchsplan analysieren. Zum Untersuchen der Streuungseffekte sind Wiederholungs- oder Replikationsmessungen der Antwortvariablen erforderlich.
Lagemodell
Hiermit wird die Beziehung zwischen dem Mittelwert der Antwortvariablen und den Faktoren untersucht.
Streuungsmodell
Hiermit wird die Beziehung zwischen der Standardabweichung der wiederholten oder replizierten Antwortvariablen und den Faktoren untersucht.

Nachdem Sie den Versuchsplan bestimmt und Daten erfasst haben, können Sie das Lage- und das Streuungsmodell analysieren. Im Folgenden sind die Schritte zum Analysieren von Lage- und Streuungsmodellen in Minitab mit den Optionen aufgeführt, die Sie in den einzelnen Schritten haben:

  1. Berechnen oder definieren Sie die Standardabweichungen der wiederholten oder replizierten Antwortvariablen mit Analyse der Streuung vorbereiten. Um Analyse der Streuung vorbereiten zu öffnen, wählen Sie Statistik > Versuchsplanung (DOE) > Faktoriell > Analyse der Streuung vorbereiten aus.
  2. Analysieren Sie das Streuungsmodell mit Streuung analysieren. Um Streuung analysieren zu öffnen, wählen Sie Statistik > Versuchsplanung (DOE) > Faktoriell > Streuung analysieren aus.
    Sie haben folgende Optionen:
    • Schätzmethode der kleinsten Quadrate oder der Maximum-Likelihood oder beide Methoden verwenden
    • Gewichtungen anhand der angepassten oder korrigierten Varianz für die Verwendung beim Analysieren des Lagemodells speichern
  3. Analysieren Sie das Lagemodell mit Faktoriellen Versuchsplan analysieren. Um Faktoriellen Versuchsplan analysieren zu öffnen, wählen Sie Statistik > Versuchsplanung (DOE) > Faktoriell > Faktoriellen Versuchsplan analysieren aus.
    Entscheiden Sie Folgendes:
    • Welche Antwortvariablenspalte soll verwendet werden?
      • Verwenden Sie bei Wiederholungen die Spalte mit den gespeicherten Mittelwerten, die beim Vorbereiten der Antwortvariablen berechnet wurden.
      • Verwenden Sie bei Replikationen die Spalte mit den ursprünglichen Daten der Antwortvariablen.

      Ein faktorieller 23-Versuchsplan mit vier Wiederholungen enthält beispielsweise acht experimentelle Durchläufe mit vier Messungen pro Durchlauf. Minitab berechnet für jeden Durchlauf den Mittelwert der vier Wiederholungen, also insgesamt acht Beobachtungen. Der gleiche Versuchsplan mit vier Replikationen enthält 32 experimentelle Durchläufe. Hier stellt jede Messung eine eigene Beobachtung dar, es sind also insgesamt 32 Beobachtungen. Bei Experimenten mit Replikationsmessungen sind die Freiheitsgrade des Fehlerterms größer als bei Experimenten mit Wiederholungen, bei denen hingegen mit größerer Trennschärfe Unterschiede zwischen Faktoreinstellungen im Lagemodell erkannt werden.

    • Sollen die in der Streuungsanalyse gespeicherten Gewichtungen verwendet werden?
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