Angeben des Versuchsplans für Mischungsversuchsplan erstellen (Mischungsversuchsplan mit Begrenzungen)

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Grad des Versuchsplans

Wählen Sie die Mischungstypen aus, die im Versuchsplan enthalten sein sollen, und wie viele verschiedene Einstellungen für jeden Mischungstyp verwendet werden sollen. Je höher der Grad, desto komplexere Modelle können mit dem Versuchsplan angepasst werden. In der folgenden Tabelle sind Simplex-Versuchspläne mit verschiedenen Graden und Versuchspläne mit vier Komponenten enthalten. Bei Mischungsversuchsplänen mit Begrenzungen wird die Anzahl der Mischungen komplizierter.
Grad Anzahl der Mischungen
1 Enthält nur Eckpunkte
2 Enthält 2er-Mischungen, bei denen die Komponenten zu gleichen Teilen gemischt sind
3 Zwei 2er-Mischungen für jedes Paar von Komponenten und 3er-Mischungen, bei denen die Komponenten zu gleichen Teilen gemischt sind
4 Drei 2er-Mischungen für jedes Paar von Komponenten und zwei 3er-Mischungen für jeweils drei Komponenten
Weitere Informationen zu den Typen von Modellen bis Grad 3 finden Sie unter Was ist ein Gittergrad?.

Versuchsplan um Zentralpunkt erweitern

Wählen Sie diese Option aus, um einen Punkt im Zentrum des Raums für den Versuchsplan einzubinden. Zentralpunkte werden zu verschiedenen Zwecken verwendet. Bei Versuchsplänen mit Prozessvariablen oder Replikationen erhöht sich die Anzahl der Zentralpunkte im endgültigen Versuchsplan. Weitere Informationen zum Erweitern eines Versuchsplans finden Sie unter So erweitert Minitab Versuchspläne durch Hinzufügen von Zentralpunkten.

Versuchsplan um Gitterpunkte erweitern

Wählen Sie diese Option aus, um 1 Gitterpunkt pro Komponente in den Basisversuchsplan einzubinden. Ein Gitterpunkt entspricht einer Mischung, in der die Komponentenanteile den Durchschnitt des Zentralpunkts und eines Eckpunkts bilden. Ein Versuchsplan mit diesen inneren Punkten liefert mehr Informationen zum inneren Teil der Wirkungsfläche und ermöglicht das Modellieren komplexerer Krümmungen. Diagramme mit Beispielen für nicht erweiterte und erweiterte Simplex-Versuchspläne mit drei Komponenten finden Sie unter Auswählen eines Mischungsversuchsplans.

Versuchsplanpunkte replizieren

Geben Sie an, wie oft jeder im Basisversuchsplan enthaltene experimentelle Durchlauf ausgeführt werden soll. Im Allgemeinen sollten Sie beim Festlegen der Anzahl der Replikationen die verfügbaren Ressourcen und den Zweck des Versuchsplans berücksichtigen. Sie können dem Versuchsplan später mit Hilfe von Statistik > Versuchsplanung (DOE) > Versuchsplan ändern Replikationen hinzufügen. Weitere Informationen zu Replikationen finden Sie unter Wiederholungen und Replikationen in Versuchsplänen.
  • Anzahl der Replikationen für den gesamten Versuchsplan: Wählen Sie die Anzahl der Replikationen für alle Punkte im Versuchsplan aus. Replikationen sind mehrere experimentelle Durchläufe mit denselben Komponenteneinstellungen. (Wenn der Versuchsplan Prozessvariablen enthält, sind diese Einstellungen ebenfalls gleich.) Im Allgemeinen sollten Sie beim Festlegen der Anzahl der Replikationen die verfügbaren Ressourcen und den Zweck des Versuchsplans berücksichtigen.
  • Anzahl der Replikationen für die ausgewählten Punkttypen: Wählen Sie diese Option aus, wenn Sie nicht alle Punkte, sondern nur bestimmte Punkttypen im Versuchsplan replizieren möchten. Sie können z. B. Zentralpunkte replizieren, um den reinen Fehler zu schätzen, wenn Sie nicht über ausreichend Ressourcen verfügen, um andere Punkttypen zu replizieren. In der Spalte Punkttyp wird der Wert angezeigt, der diesen Punkttyp identifiziert, wenn Sie den Versuchsplan im Arbeitsblatt speichern. Geben Sie in der Spalte Anzahl für jeden Punkttyp die Anzahl der Replikationen ein.
    Eckpunkt
    Punkte, an denen sich jede Komponente an einer ihrer Begrenzungen oder Nebenbedingungen befindet. In einem Basisversuchsplan ohne lineare Nebenbedingungen entspricht die Anzahl der Eckpunkte der Anzahl der Komponenten.
    Mischungen
    Punkt an der Kante oder in der Fläche des Raums für den Versuchsplan, der von zwei oder mehr Eckpunkten definiert wird. Punkte, bei denen mindestens ein Komponentenanteil auf 0 festgelegt ist. Eine 2er-Mischung weist z. B. zwei Komponentenanteile auf, die ungleich null sind, während alle anderen Komponentenanteile 0 betragen. Eine 3er-Mischung weist drei Komponentenanteile auf, die ungleich null sind, während alle anderen Komponentenanteile 0 betragen.
    Hinweis

    Bei Simplexgitter-Versuchsplänen und Mischungsversuchsplänen mit Begrenzungen werden durch die Replikation von Mischungspunkten nur dann experimentelle Durchläufe hinzugefügt, wenn der Grad des Versuchsplans die Mischung im Basisversuchsplan enthält.

    Zentralpunkt
    Punkt im Zentrum des Raums für den Versuchsplan. Der Basisversuchsplan weist 1 Zentralpunkt auf.
    Gitterpunkt
    Punkte, deren Komponentenanteile Durchschnitte der Zentralpunkt- und Eckpunktanteile sind. Bei Gitterpunkten ist kein Komponentenanteil auf 0 festgelegt. Im Basisversuchsplan entspricht die Anzahl der Gitterpunkte der Anzahl der Eckpunkte. Durch die Replizierung dieser Punkte werden nur dann experimentelle Durchläufe hinzugefügt, wenn Sie ausgewählt haben, dass der Versuchsplan mit Gitterpunkten erweitert werden soll.
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